Grand opéra von Gioachino Rossini nach dem Schauspiel Wilhelm Tell von Friedrich Schiller
Rütlischwur, Apfelschuss, Tyrannenmord – und das alles mit Musik! Die schweizer Berggebiete Uri, Schwyz und Unterwalden waren von der Habsburgerherrschaft unterdrückt. Die Unterdrückten schlossen auf dem Rütli einen Bund und wählten Wilhelm Tell zu ihrem Anführer. Als Gessler die Bevölkerung zwingen wollte, sich vor seinem Hut zu verneigen, weigerte sich Tell. Zur Strafe musste er einen Apfel vom Kopf seines Sohnes schießen. Das gelang, aber dennoch ließ der Vogt ihn verhaften. Tell gelang die Flucht, und der Aufstand gegen die Fremdherrschaft begann. Selbst die Habsburgerprinzessin Mathilde schloss sich den Eidgenossen an. Tell erschoss den Vogt, und die Urschweiz erhielt ihre Unabhängigkeit.
In seiner letzten, 1829 in Paris entstandenen Oper verbindet Rossini den spritzigen, von virtuosem Belcantogesang geprägten Stil seiner italienischen Opern mit Einflüssen seines neuen
französischen Umfelds: ausdrucksstarke, emotionale Melodien und wirkungsvolle Massenszenen. Auch einige volkstümliche Lieder nutzte er dabei, nicht zuletzt in der berühmten Ouvertüre.
Dem Theater für Niedersachsen gelingt ein Treffer, da fällt der Apfel nicht weit vom Stamm.
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